Unbewusstes Wissen

Wie gewichte ich Arbeit, Freizeit, Familie, Beruf, Freunde, Sport, Weiterbildung usw.?



Manchmal ist es gar nicht so leicht, auf bewusstem Wege zu Entscheidungen zu kommen, die sich in Handeln umsetzen lassen.



Häufig glauben wir, wir hätten uns entschieden, und bemerken erst daran, dass wir unser Handeln immer wieder sabotieren, dass wir bei der Entscheidungsfindung wohl Wichtiges nicht berücksichtigt haben.



So ist es manchmal besser, das unbewusste Wissen stärker in die Entscheidungsfindung einzubinden.



Das erfordert manchmal ein bisschen Mut. Ein bisschen Vertrauen.



Den Mut, den man haben muss, um mit dem Auto in eine weit entfernte Stadt zu fahren, auch wenn man weiß, dass man (auch) auf dieser Fahrt immer mal wieder mit seinen Gedanken ganz woanders sein wird.



Und das Vertrauen in die un- und unterbewussten Prozesse, die wieder einmal sicherstellen werden, dass man sein Ziel erreicht.



Nehmen Sie bitte einmal die Zettel zur Hand, die Sie gestern beschrieben haben.



Stellen Sie sicher, dass das, was Sie gewichten wollen, genügend »zugespitzt« ist, so dass es sich in Handlung umsetzen lässt.



Nicht also »Familie« auf der einen und »Weiterbildung« auf der anderen Seite, sondern »Ich unterhalte mich morgen von drei bis vier mit meinem Partner über die Erziehung unserer Kinder« versus »Ich lerne morgen von drei bis vier für die Prüfung in zwei Wochen«.



Nehmen Sie dann je einen Zettel in eine Hand (wir zaubern heute einmal nicht: Sie wissen also, welcher Zettel sich in welcher Hand befindet) und fragen Sie sich: Wie gewichte ich diese Alternativen?



Schließen Sie die Augen oder richten Sie sie auf diesen Text und lassen Sie die Gedanken, die Ihnen kommen werden, immer wieder gehen. Lassen Sie sie immer wieder gehen, während Sie beginnen, in Ihre Hände, Ihre Unterarme, Ellbogen, Oberarme, Schultern hineinzuspüren, und nehmen Sie wahr, dass mit der Zeit die eine Seite sich deutlich schwerer als die andere anzufühlen beginnt. Lassen Sie zu, dass sich Gefühle der Schwere und Gefühle der Leichtigkeit einstellen, während Sie kaum noch wissen, um welche Entscheidung es eigentlich geht. Achten Sie darauf, genau wahrzunehmen, wie angenehm es sein kann, diese leichten Veränderungen zu bemerken, und registrieren Sie den Moment, im dem Sie sicher wissen, welche Hand das schwerere Gewicht zu tragen scheint.



So gewichten Sie diese Alternativen.

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