Im Spiegel

Stellen Sie sich heute einmal vor einen Spiegel und schauen Sie sich an.

Wie oft schauen wir uns im Spiegel an und nehmen uns nicht wirklich wahr.

Wie fühlt es sich an, sich so, mit offenen Augen, neugierig, anzuschauen?

Was sehen Sie? Was fällt Ihnen auf?

Was gefällt Ihnen an dem Menschen, den Sie dort sehen?

Bleiben Sie bei der ersten Antwort, die Sie sich geben.

Denken Sie im Laufe des Tages, wenn Sie längst schon nicht mehr vor diesem Spiegel stehen, noch einige Male an diese erste Antwort.

Was fällt anderen an Ihnen besonders auf, wenn sich ihr Blick auf Ihren Körper oder auf Ihre Bewegungen richtet?

Wenn wir nicht gerade Filmschauspieler sind, ist unser inneres Bild von uns selbst sehr von dem doch recht statischen Bild bestimmt, das wir im Spiegel sehen.

Bewegte Bilder von uns selbst sehen wir, wenn überhaupt, sehr viel seltener.

Kennen Sie sich »bewegt«?

Würden Sie sich in bewegten Schattenbildern erkennen, so wie Sie jeden guten Freund auch im Dunkeln an seinen Bewegungen sofort erkennen?

Kennen Sie sich von hinten? So wie Sie jeder, der Sie kennt, immer wieder sieht?

Wie sieht Ihr Hinterkopf aus? Ihr Rücken? Ihr Gesäß? Die Rückseite Ihrer Beine und Ihre Waden?

Und vor allem: Wie bewegen Sie sich?

Wir leben in einer Zeit, in der beinahe jedes Handy und jeder digitale Fotoapparat in der Lage ist, kleine Filme aufzunehmen.

Nutzen Sie dies und lassen Sie sich einmal einige Minuten lang filmen, während Sie sich bewegen.

Und schauen Sie sich diesen kurzen Film so lange an, bis Sie bewegte Bilder von sich selbst vor Ihrem inneren Auge haben.

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