Festhalten

Loslassen und Festhalten sind zwei Seiten einer Medaille.

Das eine gibt es nicht ohne das andere. Loslassen setzt Festhalten voraus.

In einer Zeit, in der lösungsorientierte Ansätze so sehr in Mode gekommen sind, dass Probleme manchmal nur noch »Herausforderungen« sein dürfen, wird das manchmal übersehen.

Sollten Sie fürs neue Jahr den Vorsatz gefasst haben, was auch immer »loszulassen«, halten Sie noch einmal inne: Stopp!

(Unter uns: Der Jahreswechsel ist der wirklich ungünstigste Zeitpunkt, sich auch nur irgendetwas vorzunehmen. Wie günstig auch immer die Sterne stehen.)

Halten Sie das, was Sie da loslassen wollten (nehmen wir einmal an, es sei ein Gefühl) noch einmal fest, so fest Sie es nur festhalten können, gestatten Sie ihm noch einmal da zu sein, so wie es ist und wie es war, heißen Sie es noch einmal ganz bewusst ganz herzlich willkommen (so wie man einen Gast willkommen heißt, der kommt und der auch wieder geht), und fragen Sie sich erst dann, ohne sich zu irgendetwas zu zwingen, ob Sie sich gestatten könnten, es loszulassen, nur gerade jetzt. Und ob Sie bereit dazu wären, wenn Sie es könnten.

Bei all dem geht es nicht darum, sich aller »schlechten« Gefühle zu entledigen (Gefühle, wie die Wolken am Himmel, kommen und gehen, die guten wie die schlechten), es geht vielmehr darum, Gefühle festhalten und loslassen, loslassen und festhalten, festhalten und loslassen zu können, ganz bewusst und auch spontan und jederzeit und leicht.

Unter Coaching (siehe oben) finden Sie beispielhaft einiges, was Sie vielleicht allzu lange schon festhalten und wieder loslassen möchten.

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