Gewohnt unfrei

Verhaltensmuster sind, wie schon einmal vor Tagen betont, wichtig. Sie helfen uns unser Leben zu leben.



Wenn Sie bemerken, dass es Ihnen schwer fällt, das, was Sie gewohnheitsmäßig tun, auch nur kurz zu lassen, hat sich das Muster allerdings so weit verfestigt, dass es Ihnen viel Freiheit nimmt.



Sie gewinnen einiges an Freiheit zurück, wenn Sie sich wieder bewusst für Ihr Verhalten entscheiden.



Dafür reicht es häufig aus, das Verhaltensmuster wahrzunehmen und zu beobachten, ohne es zu
 verändern. So, als sei es das Verhalten eines anderen, das Sie mit wohlwollendem Interesse registrieren.



Manchmal ist es sinnvoll, das Muster, nachdem es bewusst geworden ist, auszuarbeiten, indem man es übertreibt.



Ein Beispiel, das an die gestrige Anregung anknüpft:



Wenn Ihnen auffällt, dass Sie allzu oft, weil es Ihnen eine kaum noch bewusste Gewohnheit geworden ist, durch die Programme zappen, übertreiben Sie dieses Verhalten einmal mit Absicht und ganz bewusst.



Nehmen Sie sich eine halbe Stunde (oder mehr) freie Zeit und zappen Sie im 5-Sekunden-Rhythmus durch die Programme. Nehmen Sie sich mindestens eine halbe Stunde Zeit, nicht nur einige Minuten, um dem Muster Gelegenheit zu geben, sich voll zu entfalten.



Nehmen Sie wahr, was Ihnen bisher entgangen ist, und kehren Sie dann im Laufe der nächsten Zeit zu Ihrem gewohnheitsmäßigen Verhalten zurück, ohne es schon in den nächsten Tagen weiter zu verändern.

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