Frauen in Führungspositionen

Kurse in »Gewaltfreier Kommunikation« boomen.

Und das ist sehr erfreulich.

Denn die Fähigkeit, Konflikte sprachlich zu entschärfen oder am besten gar nicht erst entstehen zu lassen, ist eine der wichtigsten unter den Social Skills.

Was viele Frauen in Führungspositionen, die sich in diesen sprachlich basierten Techniken ausbilden lassen, dabei aber gerne übersehen:

Wenn der Gesprächspartner weiterhin gewalttätig kommuniziert und dann den eskalierenden Schritt aus dem sozialen hinein in den antisozialen Raum geht, wo keine Regeln mehr gelten und Reden nicht mehr hilft, dann braucht´s mehr als eine Kommunikationstechnologie, dann braucht´s handfestes Know-how.

Viele Frauen hemmt schon die phantasierte Möglichkeit, das so etwas geschehen könnte, gelassen und frei mit einem aggressiven Mann zu kommunizieren.

Wer glaubt, dass er jenseits einer bestimmten Grenze nicht mehr handlungsfähig sei, wird sich auch schon weit diesseits jener Grenze vieles versagen.

Wie befreiend es sein kann, sich Kompetenz auch im antisozialen Raum zu erwerben und wie sehr dies das Kommunikationsverhalten auch im sozialen Raum verändert, erzählen mir Teilnehmerinnen manchmal erst einige Zeit nach dem Seminar.

Denn manchmal merkt man erst, wie sehr man sich zurückgenommen hat, wenn der Druck gewichen ist und man sich im Außersprachlichen wertvolle Handlungsoptionen erworben hat.

Führung misslingt häufig dann, wenn der andere entscheidend mehr Handlungsoptionen hat als Sie.

→ Selbstvertrauen durch Notwehrkompetenz

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