Ideenreich. Intuitiv. Spontan.

Über mich
Ich will Ihnen auf dieser Seite einiges von mir erzählen, gar nicht so sehr, damit Sie mehr über mich wissen, sondern damit Sie, sollten Sie über ein Coaching bei mir nachdenken, noch besser und gegründeter entscheiden können, ob ich es bin, mit dem Sie gern zusammenarbeiten würden. Wenn ich es bin, werden Sie es wissen.

So offenherzig, dass es mir wehtut
Ich werde offenherziger sein, als Sie es von anderen Coaching-Websites gewohnt sein mögen und es wird mich Überwindung kosten, Ihnen in aller Öffentlichkeit all das von mir zu verraten. Es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das Coaching, das Sie bei mir erwartet und bei dem wir beide immer wieder über selbstgesteckte Grenzen gehen werden, die Sie daran hindern, Ihr volles, Ihr wahres Potential zu leben.

Wer mich nur flüchtig kennt
Auf viele Menschen, die mich nur flüchtig kennen, wirke ich sehr lebenstüchtig, psychisch widerstandsfähig, resilient, wie man heute sagt, und von den Stürmen des Lebens schwerlich aus der Bahn zu werfen.

Tatsächlich bin ich konstitutionell sehr empfindlich und habe lernen müssen, mich nicht zu überfordern. Da ich sehr begeisterungsfähig bin und unkontrolliert gern an meine Grenzen gehe, habe ich mich oft verausgabt, ungeplant und ohne Absicht.

Mein Lebenslauf
Wenn man sich meinen beruflichen Lebenslauf ansieht, dann fällt auf, dass es mich in sehr viele, sehr unterschiedliche Richtungen gezogen hat. Ich bin, wenn man es wohlwollend betrachtet, sehr umfassend ausgebildet und sehr breit aufgestellt, ich habe mich, wenn man es weniger wohlwollend betrachtet, sehr oft verzettelt und habe den roten Faden nicht gefunden oder gesehen.

Schule
Geboren und aufgewachsen bin ich in Essen, irgendwo mitten im Ruhrgebiet, das schon damals nicht so kohlrabenschwarz war, wie manche glauben. Mein Abitur habe ich am Essener Burggymnasium gemacht, einem altsprachlichen Gymnasium, Latein, Altgriechisch, Hebräisch lernte man da, im Kreise von Jungs, Mädchen gab es nicht. Humanistische Grundbildung nannte man das, ein studium generalissimum, das so breit angelegt ist, dass das Ausleben individueller Stärken auf eine unbestimmte Zukunft verschoben ist. Mein Leistungskurs war Griechisch, ich liebte dieses Fach. Meine Abiturnote war bescheiden, mit 3,6 so schlecht wie nur irgend möglich, die Folge einer wenn auch harmlosen, aber konsequenten Leistungsverweigerung, sodass ich das, was ich gerne studiert hätte, nämlich Medizin (bitte merken Sie sich diese Formulierung), vom Numerus clausus beschränkt nicht studieren durfte. Mit einer 3,6 bekam man nicht einmal einen Platz, wenn man Jahrzehnte wartete.

Geisteswissenschaften
Ich begann dann Sprachlehrforschung in Hamburg zu studieren, da mich die neueren Methoden beschleunigten Lernens (Accelerated Learning, Suggestopädie, Superlearning) sehr interessierten, die damals im Zuge des Human Potential Movements entwickelt wurden. Schnell wurde deutlich, dass die Universitäten 25 Jahre hinter der aktuellen Entwicklung hinterherhinkten und die neueren Entwicklungen nicht Thema des Curriculums waren. So wechselte ich in die Linguistik (Allgemeine Sprach- und Kommunikationswissenschaft) und studierte darüber hinaus Philosophie, Psychologie (unter anderem bei Friedemann Schulz von Thun) und Phonetik. Es war eine Zeit, in der man sehr frei studieren konnte und ich hatte Zeit, mich über das Universitäre hinaus mit allen möglichen Themen zu beschäftigen, die mich interessierten. So las ich zum Beispiel zwei Jahre lang täglich viele Stunden Bücher und Schriften zur Homöopathie Samuel Hahnemanns, die ich in der homöopathischen Bibliothek, die es dort in Hamburg gab, auslieh. Nach zwei Jahren war mein Wissensdurst gestillt und ich hörte auf, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Mein hauptsächliches Interesse, und das ist es in gewisser Weise heute immer noch, richtete sich auf das weite Feld therapeutischer oder veränderungswirksamer Kommunikation.

Jobs
Während meines Studiums arbeitete ich immer wieder in den unterschiedlichsten Jobs – es gibt wirklich kaum etwas, was ich nicht gemacht hätte, von A bis Z. Mitte der Achtzigerjahre war ich drei Jahre lang als F wie Fensterputzer selbstständig, ein Job, den ich wunderbar mit meinem Studium verbinden konnte. Wenn man zuverlässig ist und anruft, wenn man sich verspätet (damals gab es noch Telefonzellen auf den Straßen), ist dies schon so sehr Alleinstellungsmerkmal, dass man sich in kürzester Zeit eine sichere Existenz aufbauen kann. Die meisten der Jobs, die nur über Tage oder Wochen liefen, habe ich sehr gern gemacht, mit dem, was ich wirklich kann, hatten sie natürlich wenig zu tun.

Medizin
1986 wurde überraschend der Test für die medizinschen Studiengänge (TMS, umgangssprachlich auch Medizinertest) eingeführt, eine auf die Erfordernisse des Medizinstudiums hin spezifizierte Spielart eines Intelligenztests. Es gab da eine Sonderregelung, dass nämlich einer kleinen Zahl von Testbesten ein Studienplatz zugewiesen wurde, ohne dass die Abiturnote berücksichtigt wurde. So bekam ich einen Platz.
Zwischen dem Studium der Geisteswissenschaften in Hamburg und der medizinischen Vorklinik in Bochum fuhr ich zweieinhalb Jahre Taxi, um Geld zu verdienen.
Nach dem Physikum wechselte ich für die klinischen Semester nach Berlin, dann später zurück nach Hamburg, der Liebe wegen, nicht zu dieser Stadt, sondern zu einem leibhaftigen Menschen, einem liebreizenden Wesen. Wir wohnten im sehr bürgerlichen Winterhude und hatten eine gemeinsame Praxis in Harvestehude, nahe der Rothenbaumchaussee, sie als Hebamme, ich als Heilpraktiker für Psychotherapie und als Coach.

Zurück in die Geisteswissenschaften
Ich hatte Sie gebeten, sich eine Formulierung zu merken. Tatsächlich wurde mir ein Semester vor Abschluss des Medizinstudiums klar, dass ich immer Medizin studieren (und das hatte ich getan), nie aber Arzt werden wollte. So hatte ich es immer auch, ohne dass es mir sonderlich aufgefallen wäre, formuliert. Die vornehmste Aufgabe des Arztes ist es, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt. Und das interessiert mich nicht wirklich. Mich interessiert viel mehr die Erweiterung von Wahlmöglichkeiten, was Aufgabe und Ziel des Coachings ist.
So wechselte ich also zurück in die Geisteswissenschaften und schloss dort 2005, nach insgesamt 42 Semestern, in denen ich zumindest nicht exmatrikuliert war (so lange studiert man in der Regel nicht, wenn man wirklich, wirklich weiß, was man will), mit dem Magister (in Sprachwissenschaften, zu einem neurologischen Thema, und Medizin als Nebenfach) ab.

Alexander-Technik
Parallel dazu hatte ich die dreijährige sehr intensive Ausbildung zum Lehrer der F.-M.-Alexander-Technik begonnen, mit der ich mich schon, neben der Feldenkraismethode, seit Mitte der Achtzigerjahre beschäftigt hatte. Das Blog zum Thema Mind Body Arts and Sciences, das ich während der Ausbildung zu schreiben begonnen hatte, ist heute noch die wohl umfangreichste Sammlung von Texten zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

Familie
2005 wurde unsere erste Tochter geboren, 2010 unsere zweite. Heute leben wir, als Paar getrennt, aber immer noch sehr gut befreundet, in Berlin, im trubeligen Szenekiez Prenzlauer Berg. Dort habe ich auch meine Coaching-Praxis. Und Kareen hat vor kurzem ihr erstes wundervolles Buch geschrieben.

Persönlichkeitsmerkmale
In einem Unternehmen, in dem ich hin und wieder individuelles Bewerbungscoaching für Akademiker, Fach- und Führungskräfte durchführe, habe ich über die Zeit so viele Persönlichkeitstests durchgeführt, dass es mir sehr vertraut geworden ist, in dieser systematisierten Art und Weise über Stärken und Schwächen nachzudenken und sie zu kommunizieren.

Mein persönliches Profil
So mache ich es uns beiden also jetzt so leicht wie möglich und verrate Ihnen, was einige der gebräuchlicheren Tests auf Persönlichkeitsmerkmale mir über mich verraten. Kurz und knapp.

Character Strenght Profile des Via Institute on Character:
Kreativität | Liebe zum Lernen | Führungsvermögen | Soziale Intelligenz, Soziale Kompetenz | Neugier und Interesse | Ehrlichkeit | Weisheit | Bindungsfähigkeit, Fähigkeit zu lieben | Fairness | Urteilsvermögen | Freundlichkeit, Großzügigkeit | …
Der Test wertet 24 Stärken aus und bringt sie in eine Folge.

Stärkenorientierte Eigenschaften nach Rebmann:
kreativ | ideenreich | vielseitig | intuitiv | innovativ | spontan | begeisterungsfähig | probiert gern Neues aus | aufgeschlossen gegenüber Veränderungen | fantasievoll | wissensdurstig | lernbegierig | gefühlvoll | kann gut zuhören | abenteuerlustig | experimentierfreudig | zukunftsorientiert | glaubwürdig | wagemutig | hilfsbereit
Stärkenprofil: ES 17, KS 3

Das im August 2017 erschienene Buch Der Stärken-Code von Frank Rebmann empfehle ich Ihnen sehr. Rebmann benutzt ausschließlich positiv konnotierte Begriffe und vermeidet die abwertenden Beschreibungen, die sich in den mittlerweile über 3000 wissenschaftlichen Untersuchungen zu den „Big Five” so häufig finden. Sehr angenehm zu lesen.

Myers-Briggs Type Indicator (MBTI)
INFP (Introverted iNtuitive Feeling Perceiving)

Ideenreich. Intuitiv. Spontan.
Jeder Mensch ist einzigartig. Die Kombination Ihrer Stärken und Talente, Ihre Kompetenzmatrix, gibt es genau so nicht ein zweites Mal auf der Welt. Von den Stärken und Talenten, die mich auszeichnen, sind diese drei, die Sie da oben unter meinem Foto sehen, die für mich wichtigsten, wenn es um meine Arbeit als Coach geht.

CoachingMails
Im Laufe der Jahre habe ich viele Hundert CoachingMails® geschrieben. Wenn Sie mich über diese kurzen Texte noch besser kennenlernen wollen, stöbern Sie einfach ein bisschen in einer kleinen Auswahl.

Malena_BildMagdalena, 9 Jahre

Was ich habe lernen müssen
Ich habe konstitutionell die Tendenz, mich im Kontakt mit Menschen, die mir fremd oder noch nicht sehr vertraut sind, emotional schnell zu erschöpfen. Unzählige oberflächliche Begegnungen in Folge, das tut mir nicht gut. Und Small Talk bleibt mir wohl auf ewig ein kleiner Graus.
Ich brauche dann eine Rückzugsmöglichkeit, eine Prise Einsamkeit und Stille. Nach einiger Zeit sind meine Batterien wieder aufgeladen. Dieses Verhalten nennt man introvertiert. Tiefgründige Gespräche unter vier Augen oder im kleinen Kreis erschöpfen mich nie.

Auch ist Handeln nach vorgegebenem Plan, um Ziele in vorgegebener Zeit zu erreichen, nicht meine originäre Kernkompetenz. Auch das habe ich lernen müssen und habe es so gut wie möglich gelernt.

Drei kurze Beispiele zu diesen zwei Persönlichkeitsmerkmalen, damit Sie wissen, was ich damit meine.

15.000 kurze Gespräche
Nach dem ersten Studium der Geisteswissenschaften (Linguistik, Philosophie, Psychologie und Phonetik) und dem anschließenden Medizinstudium bin ich Taxi gefahren, um Geld zu verdienen, zweieinhalb Jahre lang. In den ersten Monaten bis zu 16 Stunden am Tag, dann weniger, vorzugsweise auf St. Pauli, des Nachts. Ein aufregendes Leben. Was ich nicht tat, war mal einen Tag Pause zu machen, sodass ich am Ende der zweieinhalb Jahre etwa 900 Tage in Folge gefahren war, sieben Tage die Woche, ohne einen Tag Pause, geschätzte 15.000 Touren, ebenso viele kurze Gespräche, meist eher belangloser Art, Taxi Small Talk eben, manchmal aber auch, leider sehr viel seltener, tiefgründig und sehr persönlich. Als ich schließlich in Bochum mit dem Medizinstudium begann, war ich emotional und körperlich nicht mehr in der allerbesten Verfassung. Burnout nannte man das damals in Deutschland noch nicht.

Wie empfindlich Worte wirken können
Ein zweites Beispiel, in dem es unter anderem um die Liebe zu Büchern geht und zum schriftlich Formulierten: Ich hatte seit Kindertagen immer viel gelesen, Sachliteratur als auch Belletristik, und arbeite heute noch hin und wieder als Sachbuchlektor, sofern das Thema mich sehr interessiert. Als ich 25 war und Student in Hamburg, fiel mir das Buch eines Autors in die Hände, den ich zuvor kaum kannte, Wolfgang Borchert. Es war sein Gesamtwerk und ich begann es zu lesen. Die Art, wie Wolfgang Borchert schreibt, schockierte mich und warf mich völlig aus der Bahn. Die folgende Woche bestand im Wesentlichen aus Lesen, Weinen und Schlafen. Danach entschied ich, kein belletristisches Buch mehr zu lesen. So habe ich also in den letzten dreißig Jahren jeden Tag mehrere Stunden gelesen, nie wieder aber schöngeistige Literatur, sondern ausschließlich Sachbücher und Gedichte. Für einen hin-und-wieder Lektor etwas ungewöhnlich. Und hätte ich mich damals in dieser Woche nicht so sehr emotional erschöpft, wäre mein Leben als Leser wohl etwas anders verlaufen. (Vor einigen Monaten habe ich zum ersten Mal wieder eine Erzählung gelesen, Siddhartha von Hermann Hesse, den ich in meiner Jugend sehr geliebt habe.)

In einem Jahr
Ein drittes Beispiel, bei dem es um vorgegebene Ziele, um Planung und Prokrastination (das neudeutsche Wort für Verschieberitis) geht: Ich hatte mich für die Magisterarbeit im Fachbereich Sprachwissenschaft angemeldet und hatte jetzt ein Jahr Zeit, sie zu schreiben. Das Thema, aus dem Bereich Neurologie, interessierte mich sehr, ich wusste allerdings bis dahin kaum etwas darüber. Ich nahm mir vor, jeden Tag etwas zu lesen und etwas zu schreiben, dann wäre das in einem Jahr mühelos zu schaffen. Die Tage vergingen, die Wochen, die Monate, zehn Tage vor Abgabetermin hatte ich noch nicht einen Satz zum Thema gelesen. Mir ging es nicht besonders gut damit, um es milde zu formulieren. Die täglichen gescheiterten Versuche anzufangen hatten mich erschöpft. Wir waren auf Helgoland mit unserer ersten Tochter und ein Zimmer in dem kleinen Hotel, in dem wir wohnten, war frei. Ich schloss mich dort ein, ließ mir das Essen vor die Tür stellen, vermied jeden Kontakt mit anderen Menschen und las und schrieb. Zurück in Hamburg, zehn Tage später, gab ich die Arbeit ab, wenige Stunden vor Annahmeschluss, emotional und körperlich völlig verausgabt. Die Arbeit wurde zwar mit sehr gut bewertet, die beste des Jahres im Fachbereich, doch: War ich glücklich damit? Nein. Ein Jahr Prokrastinationsirrsinn lässt sich nicht einfach so mit einer Note ausgleichen.

Würde ich dies heute noch einmal so machen? Nein.

Was ich heute täte
Heute würde ich mir, wenn ich mir ein lohnenswertes Ziel gesetzt hätte, schon am ersten Tag eine Person meines Vertrauens suchen, die mich kundig und professionell begleitet und die mir hilft, meine Stärken zu leben und nicht an meinen Schwächen zu scheitern.

Es gibt, wenn man die Tendenz dazu hat (und unter den relevanten Persönlichkeitsmerkmalen ist Introversion nur ein Merkmal unter mehreren), immer wieder Gelegenheiten, sich zu überfordern und sich emotional und körperlich zu erschöpfen, und Ziele, die man sich gesetzt hat, nicht oder beinahe nicht zu erreichen.

Ich habe mittlerweile gelernt, besser für mich zu sorgen, als ich es in jenen Tagen konnte. In jener Zeit hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich kompetent begleitet.

Heute helfe ich Ihnen, ins Handeln zu kommen und Ihre Ziele zu erreichen.


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Noch ein paar Fragen, in dichter Folge?

  • Welches ist Ihr Lieblingsbuch und warum?
    Ein kleines, ganz zerfleddertes Büchlein mit Schutzengelgeschichten, das ich in meiner Kindheit gelesen habe, an dessen Titel ich mich nicht erinnere und das nicht mehr auffindbar ist. Es hat mir ein Urvertrauen vermittelt, das ich heute noch habe.
    Und ein zweites: Jean Houston, Der mögliche Mensch – Handbuch zur Entwicklung des menschlichen Potentials. Ich habe es 1982 gelesen, als es erschien und es war der Grund dafür, dass ich als Erstes Sprachlehrforschung studierte, da mich Themen wie Accelerated Learning und Suggestopädie interessierten. Auch las ich in diesem Buch zum ersten Mal von Moshé Feldenkrais und F. M. Alexander.
  • Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
    Theodor Fontane. Wohl weil er so federleicht und liebenswert zu plaudern versteht. Und natürlich Hesse. Alles von ihm, vor allem auch die kaum bekannten politischen Schriften. Siddhartha, eine Erzählung, die zeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung unumgänglich und möglich ist.
  • Wer ist Ihr Lieblingsdichter?
    Rainer Maria Rilke. Weil ich die meisten seiner Gedichte so lese, wie andere Musik hören mögen. Ohne sie zu verstehen, tief berührt. Mit meinen Töchtern lese ich manchmal die ersten Zeilen der Gedichte im Inhaltsverzeichnis des Gesamtwerkes und wir tun so, als sei dies selbst ein Gedicht. Und es gab mal eine Zeit, da ich eine halbe Stunde lang auswendig Gedichte von Rilke aufsagen konnte. Ich mag ihn also tatsächlich sehr.
  • Ihr Lieblingskomponist?
    Mozart.
  • Ihre Lieblingsband?
    The Beatles.
  • Ihr Lieblingsmaler?
    Cecil Rice, ein Freund aus England. Monet.
  • Ihr Lieblingslied?
    Wenn ich´s meinen Töchtern zum Einschlafen ein zweites und drittes Mal singen muss: Der Mond ist aufgegangen.
  • Ihr Lieblingssong?
    Fly Me to the Moon. Weil er gespielt wurde, als Apollo 10 den Mond umkreiste, und eine Mission später auch auf dem Mond. Weil ich ihn singen kann.
  • Ihr Lieblingsessen?
    Rheinischer Sauerbraten mit Klößen.
  • Ihr Lieblingsgetränk?
    Espresso, schwarz, ohne Zucker.
  • Der wichtigste Ratschlag, den Sie erhalten haben, konkret oder metaphorisch?
    Als ich im Winter vor dem Abitur 1981 Muscheln ausgefahren habe, jeden Abend bis tief in die Nacht, um mir vom verdienten Geld im Frühjahr dann ein Motorrad zu kaufen, fuhr eines Nachts mein Vater mit und sagte irgendwann zu mir: Wenn dir ein Auto entgegenkommt und dich blendet, dann hab keine Angst und fahr einfach in die Dunkelheit hinein.
  • Ihre Lieblingslehrer?
    Es sind zwei, an die ich besonders gerne denke. Ein Sportlehrer, der sein Referendariat auf unserer Schule ableistete, und ein Professor der Physiologie im Medizinstudium in Bochum, der uns Studenten, er hatte bei Eccles studiert, einmal sehr traurig ansah und leise sagte: „Ihr seid wie Kinder. Ihr wisst nichts.” Ich war glücklich, dass ich das mündliche Physikum bei ihm machen durfte. (Nicht, dass ich besonders viel gewusst hätte.) Und: mein alter Griechischlehrer, den ich damals gehasst und mit dem ich mich irgendwann innerlich und dann auch in einem sehr berührenden Gespräch am Telefon versöhnt habe. Später dann Byron Katie, von der ich 2002 ihre Methode The Work lernen durfte. Was ich an ihr so liebe ist, dass sie mutig ist und dass Angst sie nicht daran hindert zu handeln. Mut setzt Angst voraus und es ist wichtig, dass Coaches mutig sind, weil sie ihren Klienten damit helfen, Dinge zu tun, die sie sich aus Angst bislang nicht trauten.
  • Ihre praktizierte Lieblingssportart?
    Judo in der Jugend, dann Aikido, Wingtsun, Escrima und Cadena, diverse Martial Arts also. Seit zehn Jahren allerdings, da ich einmal monatlich an einem Wochenende ein Notwehrseminar für Frauen anbiete, habe ich nicht mehr gekämpft. Kampfsport- und Notwehrtraining sind nicht kompatibel. Unter den Mind Body Arts mag ich die Feldenkrais-Methode sehr und liebe die Alexander-Technik. Kein Wunder, als Lehrer der F.-M.-Alexander-Technik. Laufen tue ich auch ganz gern, bloß hin und wieder.
  • Ihr Lieblingsfußballverein?
    Ich habe keinen. Nachdem Rot-Weiß-Essen 1977, da war ich fünfzehn, aus der Bundesliga abgestiegen war, bin ich ungebunden Fußballfan geblieben. Mein Vater brachte mir jeden Montag den Kicker mit, der lag dann immer auf meinem Bett. Heute gucke ich nur noch selten. Bei den Frauen ist es die SGS Essen, die 2014 im deutschen Pokalfinale stand. Den Verein hatte meine Mutter in den 60er-Jahren mitgegründet, damit ihre Kinder einen Sportverein um die Ecke hatten. Sie selbst war dort, pädagogisch hoch- und sportlich eher minderbegabt, zu ihrem eigenen Erstaunen viele Jahre Gymnastiklehrerin.
  • Ihr Lieblingssportler?
    Muhammad Ali. Ich habe alle seine Kämpfe gesehen, damals in den Siebzigern, gemeinsam mit meinem Vater, in schwarz-weiß, weit nach Mitternacht. Jahrtausendsportler ist er nicht geworden, weil er so gut boxen konnte, sondern weil er integer war.
  • Ihr Lieblingsfilm?
    The Matrix. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie sich entscheiden sollen, schauen Sie ihn sich an.
  • Ihre Lieblingsserie? Enterprise.
    Und Lassie, Flipper, Fury, Die kleinen Strolche, die sehe ich heute gemeinsam mit meinen Töchtern und wundere mich, dass dort ein Hund zwei Minuten durch die Wüste laufen darf, ohne dass etwas passiert. Die Filme heute sind anders getaktet. Wenn Sie Vater oder Mutter sind und Ihre Kinder nicht zur Ruhe kommen wollen, empfehle ich Ihnen diese alten Filme. Sie entschleunigen jedes Kind.
  • Ihr Lieblingsregisseur?
    Wim Wenders. Auch hier die eher dokumentarisch angelegten Filme. Pina habe ich ich weiß nicht wie oft gesehen.
  • Ihre Lieblingsstadt?
    London.
  • Was Sie gern viel besser könnten?
    Singen.
  • Das unangenehmste Gefühl?
    Eine tiefe Depression, über ein Jahr hin, vor über dreißig Jahren.
  • Das angenehmste?
    Die heitere Gelassenheit, mit der ich das hier schreibe.

Michael Schürks LeiseparkMichael Schürks | Foto: Ralf Hiemisch

Coaching ist nicht Haareschneiden
Ihnen meine zentralen Persönlichkeitsmerkmale verraten, drei kurze Geschichten erzählt und einige weitere persönliche Fragen beantwortet zu haben, amüsiert mich, es prickelt ein bisschen. Ich spreche sonst nicht ganz so offen darüber. Warum ich es hier dennoch tue? Damit Sie ein bisschen mehr über mich erfahren, als dass ich eine Dienstleistung anbiete. Denn Coaching ist nicht Haareschneiden. Coaching verändert unser Leben.

Ausbildungen [Auswahl]

  • Trainer und Coach seit 1994
  • Studium der Allgemeinen Sprach- und Kommunikationswissenschaft (Linguistik), Phonetik, Philosophie und Psychologie an der Universität Hamburg, Schwerpunkt Therapeutische Kommunikation
  • Stimm- und Sprecherziehung (Prof. Peter Martens, Hamburg)
  • Studium der Medizin an den Universitäten Bochum, Berlin, Hamburg
  • Magister Artium (M. A.) in Phonetik, Medizin und Linguistik
  • Freiberuflicher Lektor und Textcoach, hin und wieder noch
  • NLP-Master (Richard Bandler; Besser-Siegmund-Institut; Thies Stahl Seminare; 1991-94)
  • Hypnose-Coach, Hypnotherapeut (Dr. Günter Bayer, 1994)
  • Heilpraktiker für Psychotherapie (Berlin 1998)
  • The School for The Work (Byron Katie, Bad Neuenahr, 2002)
  • wingwave®-Coach (Besser-Siegmund-Institut, 2003)
  • EmoTrance (Dr. Silvia Hartmann, 2003)
  • EFT, Energetische Psychologie (Dr. Fred P. Gallo et al., 2004)
  • Naikan-Retreat (Gerald Steinke, 2005)
  • Lehrer der F.-M.-Alexander-Technik Stimmen zur AT
  • Lehrer für Movement am Actors Space Berlin
  • Dozent an der Schule für F.-M.-Alexander-Technik Berlin
  • Lehrer für Sensomotorics, Somatic Educator (Beate Hagen, 2010)
  • Notwehrseminare für Frauen (seit 2008) www.notwehrseminare.de
  • CoachingMails (seit 2004) CoachingMailsLeserstimmen
  • Alexander-Technik-Blog (seit 2007) www.alexanderlehrer.de
  • Training in Feldenkrais und Alexander-Technik (seit 1980, 1989)
  • geboren 1962 in Essen, Vater zweier Töchter mit Kareen Dannhauer

Mit wem ich besonders gern zusammenarbeite
Mit Menschen, deren selbst gesteckte Ziele über den unmittelbaren persönlichen Nutzen hinausgehen. To make the world a better place as they say in English.

Klienten im persönlichen Coaching | Geschützter Rahmen
Meine persönliche Verschwiegenheitsverpflichtung bezieht sich nicht nur auf den Inhalt unserer Gespräche, sondern auch auf Ihre Identität und auf die Tatsache unserer Zusammenarbeit. Auch wenn Sie es vielleicht anders gewohnt sein mögen: Dies bedeutet auch, dass Sie die Namen meiner Klienten hier niemals lesen werden. Und selbstverständlich auch nicht Ihren Namen.

Empfehlungen
Bekundungen von Klienten, die Sie bei Bedarf auch kontaktieren dürfen, sende ich Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Ein alter Fotoautomat
Um ein Passfoto für den Header (das Bild im Titel) der Facebook-Gruppe zu machen, bin ich heute Morgen in aller Früh zum Mauerpark hier in Berlin-Mitte spaziert. Dort steht ein alter, schrammeliger Fotoautomat, wo fünf Minuten nach den Aufnahmen vier Schwarzweißfotos in einem Schacht liegen und trockengepustet werden. Vier Fotos für zwei Euro. Meine zwölfjährige Tochter hatte mir vor zwei Wochen davon erzählt. Ich hatte den immer übersehen. Hier also neben all den hochprofessionell geschossenen Fotos auf dieser Website ein paar geknipste aktuelle.

Fotos Mauerpark